Premiere am Schützendienstag: Der neue Wagen mit dem historischen Bahnhof
In der Requisitenhalle der Stiftung Schützendirektion Biberach herrscht geschäftiges Treiben: Pinsel, Werkzeug, Baupläne und historische Aufnahmen des Biberacher Bahnhofs um 1855 zeigen, mit welchem Engagement das Team am neuen Festzugwagen mit dem historischen Biberacher Bahnhof arbeitet. Unter der Federführung von Schützendirektor Nicolai Maier entsteht der neue Wagen, der erstmals am Schützendienstag, 22. Juli, im Historischen Festzug zu sehen sein wird.
Vorfreude auf den neuen Bahnhof‑Wagen im Historischen Festzug: Nicolai Maier (von links), Marcus Pfab, Ann-Kathrin Huber, Petra Zimmermann, Schülerinnen und Schüler der Birkendorf-Grundschule, Bettina Bammert und Astrid Pösl.
Seit dem Frühjahr wird intensiv gebaut, gestrichen und angepasst. Der Wagen zeigt den damaligen Biberacher Bahnhof im Maßstab 1:14,6 mit Hauptgebäude und den Anbauten links und rechts. In den letzten Tagen vor Schützen kommen zahlreiche Detailarbeiten hinzu. Was genau noch folgt, bleibt vorerst geheim. „Wir möchten die Spannung natürlich bis Schützendienstag hochhalten“, sagt Nicolai Maier. Das Team der Requisitenhalle um Nicolai Maier und Bernd Otto stemmt damit ein echtes Mammutprojekt – nicht nur wegen der beeindruckenden Dimensionen des Wagens, der mit seinen rund 3,20 Metern Höhe gerade noch so durchs Hallentor passt, sondern auch wegen der straffen Zeitschiene.
Neben den üblichen Reparaturen und Verbesserungen, die in der Requisitenhalle das ganze Jahr über erfolgen, wurde ein komplett neuer Wagen geschaffen, der die Eisenbahngruppe erweitert. Unter dem Titel „Auf de schwäbsch’e Eisenbahne – Biberach wird an die Welt angeschlossen“ ist seit vergangenem Jahr eine neue historische Szene im Festzug zu erleben. Nach dem Materialtransport folgt nun die Fortsetzung: Der Biberacher Bahnhof entsteht. Der Materialwagen bleibt in Kooperation mit dem Öchsle-Verein in veränderter Form erhalten, ebenso die Eisenbahnarbeiter, deren Werkzeuge und Materialien ebenfalls vom Öchsle-Verein stammen. Die Schützendirektion Biberach bedankt sich für die Unterstützung.
„Unser neuer Wagen mit dem Biberacher Bahnhof innerhalb der Eisenbahngruppe wird richtig was hermachen. Man spürt in jeder Phase, wie viel Herzblut in diesem Projekt steckt – vom ersten Entwurf über die handwerkliche Umsetzung bis hin zu den vielen liebevollen Details, die gerade in den letzten Tagen entstehen“, betont Schützendirektor Marcus Pfab, verantwortlich für den Historischen Festzug. „Dieser Wagen ist ein Stück Biberacher Geschichte, das wir gemeinsam zum Leben erwecken.“ Er fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Anders als in Stuttgart wird unser Bahnhof pünktlich fertig.“ Gezogen wird der Wagen, der übrigens der längste im Historischen Festzug sein wird, von einem Pferdegespann
Zu einem lebendigen Bahnhof gehört auch das Treiben der Reisenden: Eine neue Gruppe von Viertklässlern der Birkendorf-Grundschule fährt auf dem Wagen mit, gemeinsam mit Schützendirektorin und Birkendorf-Schulleiterin Astrid Pösl sowie Schützendirektorin Bettina Bammert. Die Kostüme dafür wurden eigens von der Schützenbühne nach Entwürfen von Ann-Kathrin Huber angefertigt. Das Team um Schützenbühnen-Leiterin Petra Zimmermann hat in vielen Arbeitsstunden detailreiche Gewänder geschaffen, inspiriert von der Biedermeierzeit. Wer genau hinsieht, erkennt sogar den Unterschied zwischen Erster und Zweiter Klasse.
Schon beim ersten Probelauf zur Requisitenhalle sorgten die jungen „Reisenden“ für Begeisterung: Passanten winkten, machten Fotos und Videos – ein Vorgeschmack auf die große Bühne in der Innenstadt am Schützendienstag und an Bauernschützen. Die Zuschauer dürfen sich auf ein neues, liebevoll gestaltetes Highlight im Historischen Festzug freuen.
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Daniel Häfele
Pressesprecher der Stiftung Schützendirektion Biberach
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